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Schon mal was von Sonntagsruhe gehört, liebe Stuttgarter, liebe Leverkusener? Offenbar nicht. Oder warum sonst scheuchten sich die beiden Mannschaften gestern Nachmittag gegenseitig derartig über den Platz? Labelte die DFL die Partie zwischen Dortmund und Leipzig als Topspiel des Spieltags, trafen sich im Schwabenland tatsächlich die besten Mannschaften des Landes. Und sollte ein allerletzter Restzweifel bestanden haben und der Höhenflug der Stuttgarter auf einem sabotierten Spielplan zurückzuführen sein oder einer Hoeneßschen Verschwörung zugrunde liegen, so ist er nun endgültig aus dem Weg geräumt. Der Beweis ist erbracht, dass der VfB Stuttgart zu den vier besten Teams der Bundesliga gehört. Gegen das famose Bayer-Team hatte sich der VfB nach 20 Minuten bereits 62 Prozent Ballbesitz und 9:1 Torschüsse erspielt, die 1:0‑Pausenführung war hochverdient. Dass es letztlich ein Unentschieden gab, das Presseheinis mit dem Wort „leistungsgerecht“ markieren, liegt daran, dass Bayer im Spitzenteamstil unvermittelt in den Sportmodus schalten kann – und so am Ende sogar noch am Sieg kratzte.
Der Erfolg beider Mannschaften ist klar an ihre Trainer gekoppelt, Bayers Freudenausbruch lässt sich genau so wie der Stuttgarter auf den Amtsbeginn ihres Coaches datieren. Sebastian Hoeneß und Xabi Alonso konkurrieren um die Auszeichnung für das beste Drehbuch in diesem Jahr. Und bis wir ernsthaft über die Nachhaltigkeit des Erfolgs sprechen und darüber, dass Alonso bei Real Madrid anheuert und Hoeneß zurück ins Münchner Herrscherhaus kehrt, lass uns den Fußball genießen, den sie ihren Spielern beibringen. Glücklicherweise müssen wir gar nicht aufs Rückspiel in der Liga Ende April warten, bis die beiden Teams sich wieder messen dürfen. Schon im Februar kommt es im Viertelfinale des DFB-Pokals wieder zum Duell.
„Es bockt einfach, zum Training zu kommen“
Lewis Holtby erklärt das Erfolgsgeheimnis von Holstein Kiel, das seit diesem Wochenende Tabellenzweiter hinter St. Pauli ist.
Mord oder Rufmord?
Am Amtsgericht Starnberg hat der Prozess gegen Ex-Keeper Jens Lehmann begonnen. Ein Kollege war für uns vor Ort. Und was soll ich sagen? Er ist mit Szenen im Gepäck heimgekehrt, die sich wie ein Sketch lesen. Eine Kostprobe: Der Staatsanwalt Stefan Kreutzer fragt Lehmann, der unter anderem dafür angeklagt wird, weil er mit einer Kettensäge am Nachbargrundstück herum genestelt hat: „Was für eine Hecke ist das, die sie schneiden wollten?“ Lehmann: „Sie waren noch nie vor Ort?“ Staatsanwalt Kreutzer: „Nein.“ Lehmann hält inne, blickt ungläubig auf die Tischplatte vor ihm: „Schade, dass Sie nicht da waren.“ Staatsanwalt Kreutzer: „Ich habe noch nie eine Person gesehen, die mit einer Kettensäge ihre Hecke trimmt, daher die Frage.“ Lehmann: „Das sind eher so kleine Bäume, die da nebeneinanderstehen. Da steht auch eine Eibe. Wie die anderen Bäume heißen, weiß ich nicht.“ Staatsanwalt Kreutzer: „Aha.“ Kurzum: Es ist großartig. Und das beste: Das war der erst der erste Verhandlungstag, der nächste folgt in zwei Wochen.
Absolut blöde Journalistenfrage
Am Samstag wollte ein Fragesteller der Bild von Heidenheims Coach Frank Schmidt wissen, ob er den Verein verlassen werde, sollte sein bester Spieler Jan-Niklas Beste das tun. Nach ein paar Sekunden, als Schmidt seine Fassung wiedergefunden hatte, antwortete er: „Ich habe schon viele dämliche Fragen gehört, aber das ist Top‑3.“ Anders als Christoph Daum, der einst die „absolut blöde Journalistenfrage“ monierte, tupperte Schmidt den Berufsgenossen auf seine eigene charmante Art ein.
Klaus Henrich von der BILD fragt: \u201esollte Jan-Niklas Beste dar\u00fcber reflektieren, den Verein (FCH) zu verlassen, w\u00e4re das ein Grund, auch f\u00fcr sie ihr Engagement hier zu beenden?\u201c
Das ist mit Abstand die d\u00fcmmste Frage, die ich je geh\u00f6rt habe. \ud83e\udd26\u200d\u2642\ufe0f pic.twitter.com\/YFf6ouvE61<\/a><\/p>— Riky (@RikyPalm) December 10, 2023<\/a><\/blockquote>\n