In der 500. Vor­stel­lung des Stücks spielte Assauer – mit Unter­stüt­zung von Schalke-Tor­wart­trainer Oliver Reck – sich selbst: Vier Mal trat er auf, in zwei Knei­pen­szenen kam er kurz zu Wort. In dem Thea­ter­stück geht es um die schwie­rige Liebe zwi­schen Ronaldo, einem Anhänger von Borussia Dort­mund, und Julia, Fan vom Rivalen Schalke 04. Assauer stand bei beiden Klubs unter Ver­trag.

Herr Assauer, nun haben Sie es hinter sich – waren Sie denn nervös vor dem Auf­tritt?

Quatsch, kein biss­chen.

Gar nicht?

Nein. Da war zwar wirk­lich richtig viel los, so viele Fern­seh­teams und Jour­na­listen, nur weil ich einen Satz gesagt habe – unglaub­lich! So einen Medi­en­rummel hat das Theater noch nicht erlebt. Aber warum hätte ich nervös sein sollen? Die Leute hatten ihren Spaß – und ich auch.

Wie kamen Sie an die Rolle?

Ach, das ist eine komi­sche Geschichte. Vor zwei Wochen war ich hier im Theater. Und in der Pause kam der Thea­ter­gründer Chris­tian Strat­mann auf mich zu und sagte, dass in Kürze die 500. Auf­füh­rung von ​Ronaldo und Julia“ sein werde. Und er sagte, dass er sich dazu was ein­fallen lassen wolle und sich dann bei mir melden würde…

… was er dann ja getan hat.

Genau. Wir sind schon lange befreundet. Der ist ein netter Kerl. Und solche Theater leben ja von der Hand in den Mund. Es ist nicht so ein­fach, so etwas am Leben zu erhalten. Da gehen ja nur 500 Zuschauer rein. Da habe ich gedacht, ich könnte mit meinem Auf­tritt im Theater ein biss­chen helfen.

Haben Sie sich lange vor­be­reitet?

Um Gottes Willen! Ich habe meinen Text zwi­schen Tür und Angel unmit­telbar vor der Auf­füh­rung gesagt bekommen.

Ihre Lebens­ge­fährtin, die Schau­spie­lerin Simone Tho­m­alla, gab keine Tipps?

Ach wo. Das habe ich schön alleine gemacht.

Stehen Sie jetzt öfter auf der Bühne?

Nein. Ich kann zwar ein guter Schau­spieler sein, aller­dings eher in anderen Lebens­lagen – die Schau­spie­lerei auf der Thea­ter­bühne liegt mir nicht. Die sollte ein­fach eine Hilfe fürs Theater sein und nicht meine neue Lebens­auf­gabe.

Nach diesem Abend ist also Ihre Kar­riere auf der Thea­ter­bühne beendet?

Naja, ich würde höchs­tens mit meinem Freund Reiner Cal­mund so etwas noch einmal machen. Der ist geeig­neter dafür als ich – aber dann hätte ich wohl noch weniger Text als diese ein, zwei Sätze.

Wie ging Ihre kna­ckig-kurze Rolle doch gleich? In einer Szene stehen Sie am Tresen und bekommen ein kühles Bier von der hüb­schen Wirtin. Da sagen Sie zu ihr…

Da fehlt noch was – der Hand­kuss.“

Wor­aufhin der Mann der Wirtin zischt:

Nur gucken, nicht anfassen.“ Das war’s.