Weil er in der Corona-Zeit zugelegt hatte, gaben sie ihm in Augsburg den zärtlichen Beinamen „Dicker Wirt“. Um die 140 Kilo brachte Markus Krapf auf dem Höhepunkt der Pandemie auf die Waage und als er Probleme bekam, am Steuer den Kopf zu drehen, sagte er dem Übergewicht den Kampf an, ließ das Auto stehen und brach mit Gattin Irene zu marathonlangen Spaziergängen durch Industriebrachen und andere für den PKW-Verkehr unzugängliche Bereiche auf, um die Stadt, die er so tief in seinem Herzen trägt und nach der Geburt nur einmal wegen einer Interrail-Tour für länger als sechs Wochen verlassen hat, mit 50 Jahren aus einem neuen Blickwinkel kennenzulernen.